Gold suchen


        1. Vorstellung:

Gold waschen, wer denkt da nicht automatisch an die Bücher Jack Londons oder die Verfilmungen derselben. Hoch im Norden Alaskas bei klirrender Kälte und metertiefem Schnee in Bachläufen nach dem Edelmetall suchen, ist jedoch nicht unbedingt notwendig. Goldsuchen ist auch in Deutschland möglich und, es ist kaum zu glauben, es gibt kein Gesetz dagegen, zumindest nicht im Großteil Deutschlands. Solange kein Privatbesitz betreten oder ausgewiesene Biotope gestört werden und natürlich auch nicht mit Giftstoffen wie Cyanid oder Quecksilber hantiert wird, ist Goldsuchen erlaubt. Natürlich nur in einem Rahmen, der keine landschaftliche Zerstörung nach sich zieht.

        1. Funktion:

Wer nur mit Goldwaschpfanne, Schaufel und Goldrinne sein Glück versucht, hat kaum etwas zu befürchten. Auch nicht, etwa zufällig einen zweiten kalifornischen Goldrausch auszulösen. Dazu sind die vorhandenen Goldmengen zu gering. Das Schöne daran ist aber, niemand weiß im Voraus, was eine Tour bringt. Immerhin werden etwa die Goldvorkommen im Altrhein des Hochrheins ab der Kreisstadt Waldshut flussabwärts auf rund 500 Tonnen geschätzt. Der Grund, warum dort so viel Gold liegt, hängt mit dem Schweizer Fluss Aare zusammen. Die Aare ist der längste Fluss innerhalb der Schweiz. Sie entspringt den Schweizer Alpen und mündet bei Waldshut in den Rhein. Dabei trägt sie das Gold aus den Alpen mit sich. Der Hochrhein oder Altrhein zwischen Waldshut und Bad Säckingen fließt nur langsam und bildet an seinen Ufern zahlreiche Sandbänke und genau dort lässt sich Gold finden. Es gibt jedoch noch viele weitere Flüsse in Deutschland, die Gold führen. Allerdings alle im Süden der Bundesrepublik, denn es braucht Berge, aus denen das Gold ausgewaschen wird und daran mangelt es dem Norden nun mal.

        1. Verdienstmöglichkeiten:

Je nach dem Ort des Suchens kann eine Tagesausbeute an Goldstaub durchaus 1 oder 2 Gramm Gold ergeben. Das ist ein Durchschnittswert. Stößt ein Goldsucher oder eine Goldsucherin auf eine sogenannte „Tasche“, kann die Ausbeute wesentlich höher sein. Ein Gramm Gold ist aktuell (Januar 2025) rund 84 Euro wert.

        1. Voraussetzungen / Skills:

Ohne entsprechende Ausrüstung funktioniert die Goldsuche nicht. Da sie meist in oder an Flüssen stattfindet, sind Gummistiefel wichtig. Dazu ein Klappspaten, ein Klappstuhl, ein oder zwei Eimer, eine Waschpfanne oder eine Waschrinne, ein Sieb, eine Pinzette und kleine, verschließbare Glasröhren, um den gefundenen Goldflitter darin sicher aufzubewahren. Alles zusammen kostet etwa 150 Euro.

        1. Anleitung:

Ob es unbedingt einen der häufig angebotenen Kurse im Goldwaschen braucht, muss jeder für sich selbst


entscheiden. Im Grunde steckt hinter dem Suchen nach Gold oder besser Goldstaub eine einfache Logik. Das Gold ist mit Sand vermischt und setzt sich in Fließgewässern oft hinter größeren Steinen ab. Auch ruhige Flussbiegungen mit Sandbänken sind häufige Fundorte. An solchen Orten wird das Sand-Kies-Gemisch in Eimer geschaufelt und mit der Goldwaschpfanne so lange vorsichtig ausgewaschen, bis das schwere Gold am Boden der Pfanne oder der Rinne erkennbar ist.

        1. Pro und Contra:

Für Abenteuerlustige ein Spaß, der sich tatsächlich mit Geldverdienen verbinden lässt.

Aufgrund der körperlichen Anstrengung nicht für jeden oder jede geeignet.

        1. Fazit:

Gold entsteht nicht auf der Erde. Sein Vorkommen verdanken wir Meteoriten. Sein Geburtsort sind Supernovas tief im Weltraum, die heiß genug sind, um das seltene Mineral zu erzeugen. Ein Grund mehr, nach dem faszinierenden Metall zu suchen, oder?

https://www.gold.de/goldwaschen/

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